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Werk
Serie (3 Arbeiten): 1.Fragments of Happiness IV (Auflage 5/12), 2025, 2.Fragments of Happiness V (Auflage 5/12), 2025, 3.Fragments of Happiness VIII (Auflage 5/12), 2025
1.Holzschnitt, 5 Farben Siebdruck auf Papier (Auflage 12) 2. 2 Farben Holzschnitt, 5 Farben Siebdruck auf Papier (Auflage 10) 3.Holzschnitt, 9 Farben Siebdruck auf Papier (Auflage 12).
Preis des Stiftes Göttweig
Für Werke in „klassischen“ Drucktechniken (Hoch-, Tief-, Durch- und Flachdruck), dotiert mit EUR 2.000 sowie einem kuratierten Einblick in die historische Druckgrafiksammlung des Stiftes Göttweig.
Zum Werk
Die Serie „Fragments of Happiness“ bestehend aus 9 Grafiken und ist während der Aufenthalt als Artist in Residency in Guanlan Printmaking Base entstanden.in China ist es dort entstanden. In den letzten Werken sind bis zu 13 Farben Siebdruck genutzt worden. Ich war dort sehr inspiriert und produktiv, die Techniken Holzschnitt mit Siebdruck kombiniert.
Zur Künstlerin
Ausbildung 2005-2010 Universität für angewandte Kunst, Wien, Abteilung Bildende und Mediale Kunst (Grafik und Druckgrafik), 2001-2005 Nationale Kunstakademie Sofia, BG (Malerei) Sammlungen Strabag Artcollection (A) China Printmaking Museum (CH) State Institute for Culture, Ministry of Foreign Affairs (BG) Artothek des Bundes im 21er Haus, Wien (A) Albertina / Grafische Sammlung Wien (A) Sammlung der Stadt Wien, MUSA (A) Universität für angewandte Kunst, Wien (A) National Art Gallery, Sofia (BG) Internationale Stiftung „St. St. Kiril und Methodii“ (BG) Stiftung “Kultur und Zeitgenossenschaft”, Plovdiv BG
Jurybegründung
Mit der Auszeichnung von Desislava Unger würdigt die Jury eine Künstlerin, die die Möglichkeiten der Druckgrafik seit mehr als zwei Jahrzehnten mit außergewöhnlicher technischer Präzision und zugleich poetischer Bildkraft kontinuierlich erweitert. Die für den Preis eingereichte Serie Fragments of Happiness entstand während eines mehrmonatigen Aufenthalts in der renommierten Guanlan Printmaking Base in China.
In der Verbindung von Holzschnitt und Siebdruck zu einer vielschichtigen, bis zu dreizehnfarbigen Drucktechnik zeugen die Arbeiten von souveräner handwerklicher Meisterschaft. Zugleich rufen sie die Bildwelten ihres Entstehungsortes auf: zeit- und ortlose, sich ornamental ausdehnende imaginäre Landschaften, bevölkert und zuweilen konterkariert von architektonischen Versatzstücken, Fischen, Drachen- oder Schweinsköpfen sowie menschlichen Füßen, Händen und Augäpfeln. Die auf Beständigkeit und Wiederholung beruhenden Reproduktionstechniken werden in Ungers zeitgenössischer Interpretation zu einer eigenständigen und höchst innovativen Methode der Bildfindung.
Gerade für den Preis des Stiftes Göttweig, dessen Druckwerkstätte die lebendige Tradition grafischer Verfahren bewahrt, erscheint Ungers Werk von besonderer Relevanz, führt sie doch eindrucksvoll vor Augen, wie sich aus der Auseinandersetzung mit überlieferten Techniken neue visuelle Erfahrungsräume eröffnen und eine zeitgemäße künstlerische Sprache entstehen kann.
[Für die Jury: Heike Eipeldauer]