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Werk
1 Werk: O.T./ Tableau No 10, 2024, Zeichnung aus der Serie “On Inscriptions”
Preis der Stadt Krems
Dotiert mit EUR 4.000 sowie einer Einzelausstellung in der galeriekrems.
Zum Werk
Die Zeichnung ist Teil der Serie "On Inscriptions", die sich mit der Darstellbarkeit von Wissen und der Rolle der Zeichnung in wissenschaftlichen Kontexten auseinandersetzt. Ausgangspunkt ist Bruno Latours Text "Visualization and Cognition: Drawing Things Together, der immutable mobiles als zentrale Visualisierungsstrategien beschreibt. Die Arbeit kombiniert ein Relief des Parthenon-Frieses mit abstrahierten Formen aus abgezeichneten Gipsabgüssen von Plastikverpackungen, die als Ornamente des Alltags gelesen werden können.
Zum Künstler*innen Kollektiv
Seit über 15 Jahren ist die Zeichnung das zentrale Medium des Künstlerduos Payer Gabriel. Beide studierten an der Universität für angewandte Kunst bei Brigitte Kowanz. Micha Payer schloss 2023 ihr Doktoratsstudium in künstlerischer Forschung ab, in dem sie die Zeichnung als visuelle Epistemologie untersuchte. Payer Gabriel werden von der Christine König Galerie und der Galerie3 vertreten. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen musealen Ausstellungen gezeigt, darunter aktuell in der Albertina Wien („Faszination Papier“ ) und 2015 bei „Drawing Now“, im Lentos Linz („Sterne“) und im Museum Folkwang („Geschichten zeichnen“). 2023 gehörten sie zu den Preisträger*innen des 38. Österreichischen Grafikpreises. Sie sind Teil der Publikation „Vitamin D3: The Best in Contemporary Drawing“ (Phaidon, 2021). Ihr 2023 bei De Gruyter erschienenes Künstlerbuch „A±Z“ wurde mit dem Anerkennungspreis „The Best Book Design from all over the World 2025“ ausgezeichnet.
Jurybegründung
Das Duo Micha Payer und Martin Gabriel überzeugte die Jury mit einer Zeichnung aus der Serie „On Inscriptions“, in denen sie einen Ausschnitt aus dem Parthenon-Fries sowie Gipsabgüsse von Plastikverpackungen darstellen. Sie arrangieren die einzelnen Teile in einer präzisen Komposition auf schwarzem Hintergrund, die auch Prägungen des Papiers beinhaltet. Nicht nur die formal eigenwillige und visuell eindringliche Lösung fand Anklang bei der Jury, sondern auch die gewitzte Kombination antiken Kulturguts mit dem Schwemmgut des Alltags, dessen Ornamentalität eine gewisse Poesie innewohnt wie auch der Arbeit von Payer/Gabriel insgesamt.
[Für die Jury: Nina Schedlmayer]