Ausgehend von der Lebensgeschichte ihrer Urgroßmutter Franziska untersucht Anne Glassner in ihrer neuen Arbeit die Geschichte der Tabakarbeiterinnen von Stein. Persönliche Erinnerung trifft auf kollektive Erfahrungsräume, das private Archiv verbindet sich mit sozialer Geschichte und weiblichen Arbeitsbiografien. Die Tabakfabrik Stein – ein Ort weiblicher Arbeit, Solidarität und widerständiger Fürsorge – bildet den historischen Ausgangspunkt. Glassner fragt, wie sich diese Formen des Zusammenhalts in Körper, Räume und Erinnerungen eingeschrieben haben und bis heute nachwirken.
Anne Glassner wurde 1984 in Wien geboren. Sie studierte bildende Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien und 2013/14 Transmediale Kunst bei Brigitte Kowanz sowie Kunstgeschichte. 2008 erhielt sie ihr Diplom für Kunstpädagogik an der Akademie der bildenden Künste.
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