Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Wechselspiel von Linie und Punkt, von Zeichnung und Objekt. Die Linie – in Form der Bleistiftzeichnung – bildet die Grundlage aller Arbeiten. Der Punkt – das Objekt oder die Skulptur – verdichtet das jeweilige Thema und bringt es im wahrsten Sinne des Wortes auf den Punkt. Ausgehend von der klassischen Zeichnung entwickelt Judith P. Fischer ihre Arbeiten in unterschiedliche Richtungen: bildhauerisch, installativ und zeichnerisch. Dabei stehen Fragen nach Gemeinschaft, Beziehung und Miteinander ebenso im Fokus wie die Auseinandersetzung mit Raum und dessen Wirkung.
Kulturgemeinderätin Elisabeth Kreuzhuber zeigt sich erfreut über die Ausstellung: „Es macht mich stolz, dass eine so namhafte Künstlerin in der galeriekrems zu sehen ist. Die Ausstellung eröffnet vielfältige Zugänge zur zeitgenössischen Kunst und lädt dazu ein, genau hinzusehen, sich auszutauschen und eigene Perspektiven zu entwickeln.“
„Judith P. Fischer zählt zu den bedeutenden Vertreter:innen der zeitgenössischen österreichischen Kunst. Ihre Zeichnungen sind Ausgangspunkt eines künstlerischen Prozesses, der sich in den Raum hinein fortsetzt und dort in Skulpturen und Objekten eine neue Dimension erhält“, ergänzt Kulturamtsleiter Gregor Kremser und verwies auf die beeindruckende internationale Laufbahn der Künstlerin.
Der designierte künstlerische Leiter der Landesgalerie Niederösterreich, Nikolaus Kratzer, hob die besondere Arbeitsweise der Künstlerin hervor: „Judith P. Fischer bezeichnet sich bewusst als Bildhauerin. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Zeichnung, Skulptur und Raum, ohne die Wurzeln der Bildhauerei aus den Augen zu verlieren. Beeindruckend ist dabei die Präzision, mit der sie Materialien, Formen und räumliche Situationen untersucht und gestaltet.“
Die gezeigten Arbeiten treten in einen unmittelbaren Dialog mit ihrer Umgebung. Linien wandern von der Zeichnung in den Raum, Schraffuren finden sich auf skulpturalen Oberflächen wieder und Objekte verändern die Wahrnehmung des Ausstellungsraumes. So entsteht ein spannungsreiches Zusammenspiel zwischen Zweidimensionalität und Dreidimensionalität, zwischen Fläche und Körper.
Zur Künstlerin
Judith P. Fischer wurde 1963 in Linz geboren. Sie studierte Gesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie Bildhauerei an der Universität für angewandte Kunst Wien. Ihre interdisziplinäre künstlerische Praxis verbindet Zeichnung, Fotografie und Skulptur. Neben zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland realisiert sie Projekte im öffentlichen Raum, gestaltet Ausstellungen und lehrt seit 2019 an der Universität für angewandte Kunst Wien.
Ausstellung:
Judith P. Fischer – „LINIE PUNKT | LINE POINT“
galeriekrems
bis 26. Juli 2026 zu sehen